CHRONIK

7.6.1969: Eröffnung des Österreichischen Institutes für Allgemeinmedizin und moderne Praxisführung. Die universelle Aus- und Weiterbildung des praktischen Arztes soll gefördert werden, der aktuelle Wissensstand der Allgemeinmedizin vermittelt und Erfahrungen der nächsten Generation weitergegeben werden. Der praktische Arzt als Basis der ärztlichen Versorgung.

Die Gründungsmitglieder waren: OMR Dr. Gottfried Heller, MR Dr. Grita Knobloch, OMR Dr. Wolfgang Embacher, MR Dr. Gerhard Heyn, MR Dr. Erwin Krebs, OMR Dr. Hermann Leitner.

Schwerpunkte der Institutsarbeit und historische Eckpfeiler des Ö.I.f.A.M.:

  • Erstellung eines Ausbildungsreformprogramms: Einführung einer Famulatur für Medizinstudenten in allgemeinärztlichen Lehrpraxen in den Ferien zum Ziel der Erfahrungsweitergabe. Durchführung von Ausbildungskursen während der Turnuszeit als Vorbereitung für die Niederlassung zum praktischen Arzt einerseits, andererseits soll die spezifische allgemeinmedizinische Tätigkeit in der Praxis behandelt werden.
  • Programmierte Fortbildungskarten und Arbeitsbehelfe.
  • Praxisrationalisierung
  • Lehrtätigkeit bei Ordinationsgehilfenlehrgängen
  • Patienteninformationsveranstaltungen
  • Praxis-Niederlassungsseminare
  • Vortragsnachmittage für Arztgattinnen und Arzthelferinnen
  • 10. November 1971: Lehrauftrag an der Grazer Franzensuniversität: 1. Vorlesung: "Einführung in die Allgemeinmedizin/Allgemeinpraxis"
  • Vorlesungen im Rahmen des Lehrauftrages an der Universität Graz
  • 1973:Epidemiologische Diabetesstudie
  • Lehrpraxis: In der ersten Lehrpraxis Österreichs (Dr. G. Heller) hat sich Dr. Pflegerl (Steyr) in der Ordination einen Monat lang auf die Niederlassung als Praktischer Arzt vorbereitet.
  • 1974: Reformvorschlag zur Vereinfachung des Mutter-Kindpasses und zur besseren Praktikabilität desselben der Österreichischen Ärztekammer übermittelt.
  • Erstellung eines Lernzielkataloges für Lehrpraxen
  • 1977: Erstes interdisziplinäres Seminar über Ausbildungsforschung in der Allgemeinmedizin in Klagenfurt.
  • 1978: Erstmalige Abhaltung des Internationalen Kongresses für Allgemeinmedizin in Klagenfurt. Organisatorische und wissenschaftliche Vorbereitung des Kongresses.
  • 1979: Durchführung einer Sitzung der European Teaching Conference (Leuwenhorstgruppe) mit Teilnehmern aus 10 europäischen Ländern in Klagenfurt.
  • Lehrpraxen: Am 14. Dezember 1983 wurden die 15-jährigen Bemühungen des Institutes für Allgemeinmedizin um die Schaffung von Lehrpraxen in Österreich von Erfolg gekrönt. Durch Beschluss des Nationalrates sind die Lehrpraxen jetzt als ebenbürtige Turnusausbildungsplätze legalisiert.
  • 1988: Lehrauftrag an der Universität Graz: Mit Ende des Wintersemesters 1988/89 wurde der Lehrauftrag an der Universität Graz von OMR Dr. Gottfried Heller zurückgelegt. Er wird von Dr. Hasiba, Strallegg, weitergeführt.
  • 1990: Nach dem plötzlichen Ableben von OMR Dr. Gottfried Heller wurde Dr. Anton Seiwald der neue Leiter des Instituts.
  • 1991: Erstmalige Organisation und Durchführung der Fortbildungsseminare für das Diplom für Psychosoziale und Psychosomatische Medizin.
  • JUBILÄUM: Am 16.10.1993 fand im Beisein von Bundesminister Dr. Michael Ausserwinkler, Landesrätin Karin Achatz, Bürgermeister Leopold Guggenberger und weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Kärntens das 25-jährige Jubiläum des Institutes im Fortbildungszentrum der Ärztekammer für Kärnten statt.
  • 1994: Übertragung der Ausbildungskompetenz für Ordinationsgehilfen/-innen an das Österreichische Institut für Allgemeinmedizin durch das Land Kärnten.
  • Erstmalige Supervision für Ordinationsgehilfinnen/-innen
  • Ab 1995 Durchführung des Ordinationsgehilfenkurses gemäß Sanitätshilfsdienstegesetz.
  • Am 9.2.1995 wurde beschlossen, die gemeinsamen Aufgabengebiete des Praktikerverbandes und des Institutes für Allgemeinmedizin zu trennen und dem Institut die Eigenverantwortlichkeit zu übertragen. Dies machte eine Neugründung des Institutes als eigenen Verein notwendig.
  • 1997: Herausgabe eines Telefonregisters aller Kärntner Krankenanstalten.
  • 1998: Erstellung einer eigenen Homepage www.allmed.at mit Themen für Ärzte, Ordinationsgehilfen und Patienten.
  • Ab 1998 Teilnahme am Projekt der Österreichischen Ärztekammer "Fragen zur Prüfung zum Arzt für Allgemeinmedizin".
  • Ab 1999: Herr Dr. Seiwald wird als Mitglied der Ärztekammer für Kärnten in den Fachbeirat für Qualität und Integration im Kärntner Gesundheitswesen entsandt.
  • Ab 1999: Dr. Seiwald wird Lehrpraxisreferent der Ärztekammer für Kärnten. Organisation des Turnus plus - Programmes zur Vorbereitung der Turnusärzte/-innen auf die Prüfung zum Arzt für Allgemeinmedizin. 
  • 2001: Erarbeitung einer Tumornachsorge-CD zur besseren Nachbetreuung von Tumorpatienten. 
  • 2001: Beitritt zur Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM).
  • 2002: Ausarbeitung eines Fortbildungsprogrammes für Ordinationsgehilfen.
  • 2008: MR Dr. Seiwald legt die Leitung des Institutes zurück. Zu seinem Nachfolger wird Dr. Wilfried Tschiggerl bestellt.

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