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PSY-Leitfaden.pdf | www.psygraz.at

Wenn psychosoziale und psychosomatische Erkrankungen, Verhaltensstörungen oder andere seelisch bedingte Leidenszustände bestehen, verhilft der mit wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeitende Arzt für psychotherapeutische Medizin den betroffenen Personen bei der Wiedererlangung oder Verbesserung ihres Gesundheitszustandes. Bei der "psychotherapeutischen Sitzung" arbeitet der Patient aktiv mit, um mit seinen Beschwerden umgehen zu lernen bzw. sich selbst so gut kennen zu lernen, dass die Behandlung Erfolg versprechen wird. Dies ist jedoch nur über einen längeren Zeitraum möglich, da der Prozess der Akzeptanz und Verarbeitung des Erfahrenen notwendig ist.

DIPLOM FÜR PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN
Fortbildungscurriculum

■ Allgemeine und basale Theorie | 45 AE
Geschichte der Psychotherapie, allgemeine Wirkfaktoren der Psychotherapie, Psychotherapieforschung, allgemeine und spezielle Psychopathologie – ICD 10 Diagnostik, biologische Grundlagen des Erlebens und Verhaltens, Emotions-, Kognitions-, Volitions-Theorien, Gesundheitslehre und Krankheitslehre im Methodenvergleich, Psychopharmakologie im Kontext der psychotherapeutischen Medizin, Ethik der Psychotherapie
■ Literaturstudium | 25 AE
Methodenspezifische Anteile:
Die Methodenlehre der Psychotherapeutischen Medizin orientiert sich an den methodischen Hauptströmungen der Psychotherapie. Psychotherapeutische Medizin verlangt einen methodenübergreifenden und integrierenden Ansatz. Diesem Prinzip wird in der Fortbildung Rechnung getragen. Die Methodische Traditionen der Psychotherapie für Psychotherapeutische Medizin sind:
- Die tiefenpsychologische Tradition
- Die verhaltenstherapeutische Tradition
- Die systemische Tradition
- Die humanistische Tradition
Analog der Facharztausbildung stellt eine der oben genannten Traditionen den persönlichen Schwerpunkt (Hauptfach) in der Ausbildung zur psychotherapeutischen Medizin dar. Als „Zusatzfach“ kann jede andere Tradition gewählt werden. Als „Ergänzungsfächer“ in Theorie und Praxis sind die beiden verbleibenden Traditionen verpflichtend.
■ Hauptfach Theorie und praktische Umsetzung | 150 AE
Einführung, Theorie und Praxis der jeweiligen psychother. Methode
Diagnostische Techniken
Therapeutische Kurzzeitmethoden
Therapeutische Langzeitmethoden
Störungsspezifische Therapieansätze
Therapeutische Praxis in verschiedenen Settings (Einzel-, Paar-, Gruppen- und Familientherapie, ambulante u/o stationäre Versorg.)
■ Zusatzfach (Theorie und praktische Umsetzung) | 40 AE
■ Ergänzungsfächer je 20 AE (Theorie und praktische Umsetzung) | 40 AE
■ Selbsterfahrung und Vermittlung praktisch psychotherapeutischer Fertigkeiten | mind. 150 AE
Die methodenspezifische Selbsterfahrung im Hauptfach muss kontinuierlich über 1-2 Jahre erfolgen, davon zumindest 50 AE als Einzelselbsterfahrung.
■ Ärztliche Tätigkeit unter psychotherapeutischen Gesichtspunkten | 600 AE
■ Supervision und/oder Balintarbeit zur ärztlichen Tätigkeit | 100 AE
■ Praxis in psychotherapeutischer Medizin / methodenspezifische Arbeit | 600 AE
■ Supervision der methodenspezifischen Arbeit | 120 AE
■ Evaluation - Abschlussverfahren

Voraussetzungen
Abgeschlossenes Medizinstudium
ius practicandi als Arzt für Allgemeinmedizin oder Facharzt
ÖÄK-Diplom Psychosoziale Medizin (PSY I)
ÖÄK-Diplom Psychosomatische Medizin (PSY II)
Aufnahmeverfahren

Ziel
Nach Erlangung des ÖÄK-Diploms für Psychotherapeutische Medizin sind Sie berechtigt, als Arzt psychotherapeutisch tätig zu sein.

Termine/Informationen
Bezüglich der PSY III - Ausbildung kooperiert das ÖIfAM seit vielen Jahren mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Psychotherapeutische Medizin Graz (WGPM). Bei Erfüllung der Aufnahmebedingungen besteht die Möglichkeit, jährlich in das Fortbildungscurriculum für Psychotherapeutische Medizin der Ärztekammer für Steiermark einzusteigen.
Informationen zum PSY III - Modul der Ärztekammer für Steiermark erhalten Sie auf der Homepage der WGPM www.psygraz.at, e-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ein Teil der Fortbildung kann auch bei Kärntner Lehrtherapeuten absolviert werden.


Leistungspositionen

Eine Verrechnung von psychotherapeutischen Leistungen mit den Kassen ist möglich, wenn PSY III absolviert wurde.
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